Dekubitus Fachwissen
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Bakterien
Bakterien sind Kleinstlebewesen, die aus einer einzigen Zelle bestehen. Sie vermehren sich, indem sie sich in der Mitte teilen und dann wachsen. Es gibt unzählige verschiedene Bakterien. Einige davon (vor allem im Darm) sind wichtig für den Menschen. Zunächst unterscheidet man die krankheitsverursachenden (sogenannten pathogenen) Bakterien und diejenigen, die wichtig und lebensnotwendig für den Menschen sind. Letztere sitzen auf der Haut, in Mund, Scheide und im Darm. Sie produzieren einerseits wichtige Stoffe, die der Körper braucht und schützen davor, dass sich pathogene Bakterien ansiedeln können. Wissenschaftlich gibt es sehr viele Unterteilungen von Bakterien. Die am häufigsten verwendete teilt sie ein nach der Art ihrer Energiegewinnung, nämlich in aerobe (brauchen Sauerstoff) und anaerobe (brauchen keinen Sauerstoff).
Die pathogenen Bakterien können eine Vielzahl von Infektionen hervorrufen, zum Beispiel Lungenentzündung, Tuberkulose, Hirnhautentzündung, Diphtherie, Ruhr, Salmonellenerkrankungen und vieles mehr.



Biologische Verbände mit Kollagen
Biologische Verbände mit Kollagen stehen heute als Kollagenauflagen in Schwammform zur Verfügung. Sie eignen sich besonders, um tiefe Dekubitalgeschwüre zu konditionieren bzw. zur Auffüllung des Defekts mit Granulationsgewebe.



Biopsie
Entnahme von Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung.



Blasen
Wirken gleichzeitig Druck und Reibung auf die Haut ein, wie z. B. an den Fersen beim Tragen unbequemer Schuhe oder an den Fingern beim Graben mit dem Spaten, hebt sich die Epidermis vom Corium ab. In den entstehenden Hohlraum sickert Gewebeflüssigkeit - seltener Blut - ein und es bildet sich eine Blase. Diese Hautveränderungen heilen in der Regel ohne Behandlung ab. Aufgerissene Blasen sollten aber mit einem sterilen Schutzverband abgedeckt werden.



Blasten
Unreife Zellen im Blut beziehungsweise im Knochenmark.



Blutbildung
Bild vergrößernDie Blutbildung im Knochenmark ist ein sehr komplexen Vorgang. Störungen dieses Ablaufs durch Abkopplung von der normalen Wachstumsregulation und fehlerhafte Ausreifung der Vorläuferzellen führen zur Entstehung von Leukämien, Lymphomen oder myeloproliferativen Erkrankungen.






Blutplättchen
Blutplättchen sind kleine Zellen im Blut, auch Thrombozyten genannt. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, bei geschädigten Adern ( zum Beispiel bei Verletzungen) diese Schädigung zu verschließen und die Blutstillung zu beschleunigen. Sie lagern sich auch gerne an Stellen mit Arterienverkalkung und verengen die Ader dadurch zusätzlich. Wenn die Zahl der Blutplättchen deutllich und plötzlich abfällt ( zum Beispiel bei Vergiftungen oder durch manche Medikamente), kommt es bei Verletzungen zu längerem Bluten. Es kann sogar zu spontanen (das heißt ohne erkennbaren Auslöser) Blutungen in die Haut kommen (stecknadelkopfgroße rote Flecken).



Braden-Skala
Bild vergrößern Siehe auch Skalen zur Ermittlung des Dekubitusrisikos
In den USA ist in den letzten Jahren die Braden-Skala verstärkt eingesetzt worden. Sie umfasst sechs Kategorien, mit jeweils 1 - 4 Punkten, geringe Punktezahl bedeutet hohes Risiko. Neben fünf Kategorien, die auch in anderen Skalen vorkommen, wird hier eine besondere Rubrik (Reibung und Scherkräfte) ausgewiesen. Ernährung wird nicht verstanden als körperlicher Zustand, sondern direkt als Kalorien- bzw. Eiweißaufnahme.