Dekubitus Fachwissen
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Ehlers-Danlos-Syndrom
Durch Verminderung des subkutanen Fettgewebes, übermäßige Verschieblichkeit der Haut mit Bildung anhaltender Falten beim Abheben, erhöhte Zerreißbarkeit der Hautgefäße und Überstreckbarkeit der Gelenke charakterisiertes Krankheitsbild



Eisen und Fönen
Bestimmte Maßnahmen zur Steigerung der Durchblutung, wie sie auch heute noch immer wieder vorkommen, gehören in den Bereich der "gefährlichen Pflege". Das gilt zumindest für das "Eisen und Fönen". Es hat keinen durchblutungssteigernden Effekt sondern senkt eher die Durchblutung, Es ist außerdem aus hygienischen Gründen abzulehnen. Diese Erkenntnisse wurden durch wissenschaftliche Ergebnisse belegt. Auch die Abwandlung dieser Maßnahmen, durch Kühlung und anschließende Massage eine verbesserte Durchblutung zu erreichen, bewirkt keine Normalisierung der Durchblutung.



Eiweißmangel
Im Krankheitsfall, aber auch im Alter kommt es durch einseitige Ernährung oder Ablehnung eiweißreicher Lebensmittel häufig zu einer Unterversorgung an Eiweiß. Der Körper besitzt keine Eiweißspeicher. Dies führt zu einem schnellen Abbau von wichtiger Körpersubstanz (z.B. Muskelgewebe) und Funktionsverlusten (z.B. Immunsystem). Immobilität, erhöhte Infektanfälligkeit oder Wundheilungsstörungen sind die Folge.



Eiweiß
Eiweiße und ihre Bausteine, die Aminosäuren, sind erforderlich für den Aufbau des neuen Bindegewebes, speziell für die Kollagensynthese. Wichtig ist die Zufuhr der sogenannten essentiellen Aminosäuren, da der Körper diese nicht selbst herstellen kann, sie jedoch als unerlässliche Bausteine für den Aufbau eigener Proteine, wie z. B. Enzyme oder Antikörper benötigt. Insgesamt macht sich ein Proteinmangel durch eine Beeinträchtigung der Kollagensynthese und daraus resultierend durch eine verminderte Reißfestigkeit der Wunde sowie eine geschwächte Immunabwehr bemerkbar.



Ektodermaldysplasie
Erbliche Entwicklungsstörungen aller oder nur einzelner aus dem Ektoderm (äußeres der drei embryonalen Keimblätter aus dem sich Oberflächenstrukturen und Sinnesorgane sowie Zentralnervensysteme entwickeln) sich entwickelnder Organe; zum Beispiel der Epidermis, Drüsen, Haare.



Ekzeme
Bild vergrößernIm engerem Sinne eher chronisch verlaufende entzündliche Intoleranzreaktion der Haut (unter anderem mit Juckreiz, Rötung, Verdickung = Lichenifikation, Schuppung, Rhagaden, Hyperkeratosen) aufgrund vielfältiger Ursachen (vor allem toxisch, allergisch). Fließende Übergänge zur Dermatitis sind möglich. Bild: dyshidrotisches Handekzem






Elektrische Stimulation
In Deutschland ist die Therapiemethode der gepulsten elektrischen Stimulation noch weitgehend unbekannt. Amerikanische klinische Studien belegen aber den Nutzen und die Vorteile der elektrischen Stimulation bei Dekubitalulzera im Stadium 3 und 4, die auf eine konventionelle Therapie nicht angesprochen haben. Bei dem neuen Verfahren wird die Wunde - abhängig vom Wundzustand - mit Impulsen negativer und positiver Polarität behandelt. Die Anwendung erfolgt dabei zweimal täglich für jeweils 30 Minuten im Abstand von 6 bis 12 Stunden.



Epidermis
Die obere Hautschicht, Oberhaut oder Epidermis genannt, stellt ein geschichtetes Plattenepithel dar, das sich von der lebenden Basalzellschicht, der Stachelzellschicht und der Körnerzellschicht zur leblosen, aber biologisch aktiven Hornschicht umwandelt. Die Hornschicht erfüllt die eigentliche Barrierefunktion der Haut, die ein Austrocknen des Organismus verhindert.



Epithelisation
Am Ende des Wundheilungsprozesses wird die Wundoberfläche durch Epithelisation geschlossen. Durch vermehrte Zellteilung in der Basalschicht der Epidermis und Aufeinanderzuwandern der so entstandenen Epithelzellen (Migration) wird der Defekt von einer feinen Hautschicht überzogen. Voraussetzung für die Migration ist eine gut durchblutete, feuchte Unterlage. Möglicherweise bilden die Glykoproteine Fibronectin und Vitronectin ein geeignetes Gleitsubstrat.



Erythrozyten
Bild vergrößernRote Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport zuständig sind.









Erythem
Entzündliche Rötung der Haut, beginnt mit Hyperämie (Blutreichtum).



Exanthem
Entzündliche Hautveränderung auf großen Bereichen der äußeren Haut mit bestimmten zeitlichen Ablauf (Beginn, Höhepunkt, Ende).



Exsikkose
"Austrocknung" des Organismus als Folge einer negativen Flüssigkeitsbilanz, Dehydratation; stets als kombinierte Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushalts.