Dekubitus Fachwissen
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Iatrogene Wunden
Iatrogene Wunden sind ärztlich gesetzte Wunden, wie sie bei einem operativen Eingriff oder anderen therapeutischen bzw. diagnostischen Verfahren notwendig werden. Zu den ärztlich verursachten Wunden (iatrogene Wunden) gehören: Inzision, Punktion, Laser (Resektion, Tumorkoagulation, Blutstillung), Entfernen von Wucherungen mit Ätzstift, Spalthautentnahme, Amputation.



Immobilisierung
Unbeweglich machen, Ruhigstellung zum Beispiel des Körpers oder eines Körperteils bei Schmerzen (Schonhaltung), oder therapeutisch durch Schienung oder Gipsverband.



Immunsuppression
Unterdrückung oder Abschwächung der körpereigenen Abwehr durch spezielle Medikamente, zum Beispiel Kortisonpräparate, oder als Nebenwirkung einer Chemotherapie durch Schädigung der weißen Blutkörperchen.



Immunsystem
Körpereigenes Regulationssystem für Körperabwehrfunktionen.



Infektion
Infektion bedeutet das Eindringen von Krankheitserregern (Mikroorganismen wie zum Beispiel Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) in einen Körper (zum Beispiel Mensch oder Tier). Sind die Abwehrkräfte des Organismus nicht ausreichend, kommt es an den Stellen, an denen sich die Krankheitserreger vermehren, zu Entzündungen, Rötung und Schwellung. Prinzipiell kann jede Körperstelle infiziert werden. Die Übertragung von Erregern kann durch Nahrungsmittel, verseuchtes Wasser, Tiere, Blut, Speichel oder Nasensekret (Tröpfcheninfektion), Eiter, Harn, Stuhl erfolgen. Die häufigste Infektionskrankheit des Menschen ist zweifellos die Erkältung.



Infiltration
Krankhaft vermehrtes, meist örtlich begrenztes Eindringen krankhafter oder fremdartiger Zellen in Organe und Gewebe.



Inkontinenz
Übermäßige Feuchtigkeit führt zum Aufweichen (Mazeration) der oberen Hautschicht (Epidermis) und somit zu einer Vorschädigung des Gewebes. Zusätzliche Hautreizungen erfolgen bei harn- und stuhlinkontinenten Patienten durch die im Stuhl und Urin enthaltenen Stoffwechselendprodukte.



Intertrigo
Bei stark übergewichtigen Menschen reiben Hautfalten aufeinander und können sich entzünden. Der Arzt spricht dann von Intertrigo - rote, erosive, juckende und brennende Hautveränderungen in den Körperfalten z. B. unter Brüsten, in der Analfalte, am Damm oder den Oberschenkeln.



Intravenös
Das Verabreichen eines Medikamentes oder einer flüssigen Substanz direkt in die Vene.



Inzidenz
Anzahl der Neuerkrankungsfälle einer bestimmten Erkrankung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Siehe auch Prävalenz.



Inzidenzrate
Anzahl der Personen mit Neuerkrankung pro Zeiteinheit im Verhältnis zur Anzahl der exponierten Personen.



Inzision
Chirurgischer Einschnitt, Durchtrennung körpereigenen Gewebes oder Eröffnung eines pathologisch entstandenen Hohlraums (um Beispiel von einem Abszeß).



Ischämie
Verminderung oder Unterbrechung der Durchblutung eines Organs, Organteils oder Gewebes infolge mangelnder arterieller Blutzufuhr. Bei längerer Unterbrechung der Durchblutung folgt eine Hypoxie (Herabsetzung des Sauerstoffgehalts im Gesamtorganismus oder bestimmten Körperregionen).