Dekubitus Fachwissen
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Maligne
Boshaft, bösartig, feindselig; charakterisiert ein abnormales Wachstum der Zellen.



Mangelernährung
Mangelernährung (=Malnutrition) ist eine häufige Begleiterscheinung schwerer akuter Erkrankungen oder chronischer Erkrankungen. Ein ungewollter Gewichtsverlust in kurzer Zeit ist das erste Anzeichen einer ungenügenden Energiezufuhr. Häufig nicht erkannt wird der Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Ein schlechter Ernährungszustand beeinträchtigt die Lebensqualität und wirkt sich auf den weiteren Krankheitsverlauf ungünstig aus.



Mazeration
Auf- beziehungsweise Erweichen der Haut zum Beispiel bei starker Schweißbildung, besonders in Körperregionen mit ungünstigem Mikroklima (Zehenzwischenräume und große Hautfalten).



Medley-Skala
Bild vergrößernSiehe auch Skalen zur Ermittlung des Dekubitusrisikos
Die Medley-Skala ist in Deutschland kaum bekannt. Tony Medley entwickelte seine Skala 1987. In neun Kategorien werden Patienten mit geringem, mittleren oder hohem Dekubitusrisiko ermittelt.

C. Bienstein, Dekubitus - Die Herausforderung für Pflegende, Thieme 1997


Auswertung
0 - 9 Punkte = geringes Risiko
10 - 19 Punkte = mittleres Risiko
20 - 36 Punkte = hohes Risiko



Meissner-Tastkörperchen
Die Meissner-Tastkörperchen sind zuständig für feinste Druckempfindungen. So kann z.B. ein Mensch durch deren Kompression ausmachen, ob er auf den Falten eines Bettlakens oder auf dem Katheder liegt. Leider nimmt mit der Alterung der Haut (ca. ab 65 Jahren) auch die Fähigkeit der Druckwahrnehmung (bis zu 55 %) ab. Deshalb kann man beobachten, dass alte Menschen oft stundenlang ohne eine sichtbare Druckausgleichbewegung sitzen.



Mikrolagerungen
Der gesunde Mensch bekommt keinen Dekubitus, weil er alle paar Minuten kleinste Körperbewegungen durchführt. Jede Bewegung ist somit Dekubitusprophylaxe. Neben den üblichen "Umlagerungen" sind besonders bei Menschen, die nicht mehr ausreichend bewegt werden können, kleinste Bewegungen zur Druckentlastung durchzuführen. Diese Bewegungen werden Mikrobewegungen oder Mikrolagerungen genannt.



Mikrozirkulation
Unter Mikrozirkulation bezeichnet man die Blutzirkulation in den feinsten Blutkapillaren.



Mineralstoffe und Spurenelemente
Ohne Mineralstoffe läuft in unserem Körper gar nichts! Sie sind unerlässlich zur Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen. Da der Körper sie nicht selbst herstellen kann, müssen sie mit der Nahrung aufgenommen werden, doch erst gelöst als Elektrolyte werden sie im Körper wirksam. Hier sind vor allem Eisen, Kupfer und Zink zu nennen, Eisen und Kupfer sind Cofaktoren bei der Kollagenvernetzung. Zink ist eine essentielle Komponente der Enzyme RNA- und DNA-Polymerase, die die Nukleinsäurebildung katalysieren. Daher ist Zink maßgeblich für die Proteinsynthese sowie die Fibroblasten- und Epidermiszellproferation.



Monozyten
Größte weiße Blutzellen.



Morphine
Medikamente gegen starke Schmerzen.



Mortalität
Sterblichkeit.



Myeloproliferation
Wachstum im Knochenmark.