Dekubitus Fachwissen
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Oberhaut (Epidermis)
Die obere Hautschicht, Oberhaut oder Epidermis genannt, stellt ein geschichtetes Plattenepithel dar, das sich von der lebenden Basalzellschicht, der Stachelzellschicht und der Körnerzellschicht zur leblosen, aber biologisch aktiven Hornschicht umwandelt. Die Hornschicht erfüllt die eigentliche Barrierefunktion der Haut, die ein Austrocknen des Organismus verhindert.



Ödem
Beim Ödem drängt, etwas vereinfacht ausgedrückt, Gewebewasser die Blutkapillaren auseinander. Die Diffusionsstrecke wird länger, und das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff und Nahrung versorgt; Stoffwechselendprodukte werden verzögert abtransportiert.
Ödeme treten in den abhängigen Körperpartien auf. Sie entwickeln einen eigenen Druck und erhöhen den Gewebeinnendruck. Für die Versorgung des Gewebes kommt es auf das Druckgefälle zwischen Kapillaren und Gewebe an.
Wertigkeit für den Dekubitus: Ödeme vermindern die Ischämitoleranz. In dem Maß, wie der Druck durch das Ödem ansteigt, verringert sich die Gewebedurchblutung.



Onkotischer Druck
Synonym für kolloidosmotischen Druck, der durch die Wasserbindungsfähigkeit der im Blut befindlichen Teilchen bestimmt wird und für den Flüssigkeitsaustausch zwischen Blut und Gewebe von Bedeutung ist.



Opsondierung
Durch das Anlagern von Plasmabestandteilen (Antikörper, Komplementfaktoren) an Fremdkörper werden diese für die Vernichtung durch Fresszellen markiert.