Dekubitus Fachwissen
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Vakuumversiegelungstechnik
Auch die Vakuumversiegellungstechnik zur Behandlung chronischer Wunden zählt zu den neueren Therapieverfahren. Unter einer transparenten Polyurethanfolie wird mittels ausgeleiteter Drainagen ein Unterdruck erzeugt. In die Wunde wird vorher zusammen mit den Drainagen ein Polyvinylalkohol-Schwamm eingebracht. Die Vakuumversiegelung schützt die Wunde vor Kontamination, reinigt die Wunde, verhindert einen Sekretstau in der Wunde und führt zur raschen Bildung von Granulationsgewebe.



Vegetative Nerven
Teil des Nervensystems, das durch Willen und Bewusstsein nicht direkt beeinflussbar ist. Es regelt "automatisch" wichtige Körperfunktionen wie Atmung, Kreislauf oder Stoffwechsel.



Venen
Bild vergrößernBlutadern, zum Herzen hinführende Gefäße, stehen unter geringerem Druck als die Schlagadern (Arterien) und pulsieren auch nicht. Blutungen aus den Venen fließen daher gleichmäßig und langsam. Ihre Wände sind dünner und weicher als die der Arterien, weil die glatte Muskulatur überwiegend fehlt. Dafür hat ihre Innenhaut in Abständen als Klappen ausgebildete Falten (Venenklappen), die den Rückfluss des Blutes verhindern. Die Venen führen im allgemeinen verbrauchtes, mit Kohlendioxid beladenes, nur die Lungenvenen arterielles, sauerstoffreiches Blut. Stauungen im Venengebiet führen oft zu Gerinnselbildung (Thrombose), besonders bei Entzündungen der Venen. Erweiterungen der Venen verursachen Schlängelungen, auch Krampfadern. Bild: Querschnitt einer Vene mit Zellwand, Flussrichtung und Venenklappe



Venöse Beschwerden
Die Bezeichnung venöse Beschwerden tritt in erster Linie in Zusammenhang mit Beschwerden der Beine auf. Existieren Veränderungen der Venen in den unteren Extremitäten (zum Beispiel Krampfadern), so treten bestimmte Beschwerden wie Schwere- oder Spannungsgefühl beziehungsweise Schmerzen der Beine und Anschwellen der Beine nach langem Stehen auf.



Vitamine
Bild vergrößernVitamine sind lebenswichtig für den Erhalt des Organismus, müssen jedoch ständig durch Nahrung aufgenommen werden und werden nur in sehr geringen Mengen von unserem Körper gespeichert. Sie treten überall im Körper als Vermittler oder Helfer auf und sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert. Vitamine selbst liefern aber keine Energie, sie unterstützen nur - und das bereits in Mini-Mengen.
Vitamine spielen als Coenzyme bei der Wundheilung eine große Rolle.


  • Vitamin C: bei der Synthese von Kollagen und Interzellularsubstanz in den Fibroblasten, bei der Bildung der Gefäßbasalmembran sowie bei der Synthese von Komplementfaktoren und Gammaglobulinen.
  • Vitamin A: bei der Kollagenfaservernetzung, bei der Epithelisation sowie bei entzündlichen Prozessen (destabilisiert die Membranen von Lysosomen, die dann ihre Enzyme freisetzen).
  • Vitamin K: bei der Synthese der Gerinnungsfaktoren VII, IX und X.
  • Vitamin B: bei der Kollagensynthese und Antikörperbildung.
  • Vitamin E: als Schutzvitamin für Zellen in der Wundumgebung, insbesondere nach hypoxischen Zuständen und anschließender Neudurchblutung.